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Alles was du über FOBTs und den Unterschieden zu Slots wissen musst

Klassische Spielautomaten kennen wir alle. Sie sind der Ursprung für Online-Slots und zahlreiche Neuentwicklungen und Innovationen, die es in der Glücksspielbranche gegeben hat. Auch heute sind noch viele Entwickler von Online-Slots im Geschäft, die ihren Ursprung im Bereich der klassischen Spielautomaten haben. Merkur ist in Deutschland sicher einer der größten Vertreten dieser Art von Spieleentwicklern.

Im Gegensatz zu vielen Video-Slots haben es aber in Deutschland klassische Casinospiele wie Roulette oder Blackjack bisher nicht in die elektronische Welt der stationären Spielautomaten geschafft. Dies sieht in Großbritannien mit den Fixed Odds Betting Terminals (kurz: FOBTs) anders aus. Was es mit dieser besonderen Art von Spielautomaten auf sich hat und wie sie sich von klassischen Spielautomaten und Slots unterscheiden, haben wir hier für dich zusammengefasst.

Einführung zu Slots

Unter Slots versteht man die klassischen Spielautomaten, die auch als einarmige Banditen bezeichnet werden. Sie haben ihren Ursprung bereits im Jahr 1895 und haben sich seither als eine Art Standard-Glücksspiel in Casinos, Online-Casinos und Online-Spielotheken entwickelt. Dabei gibt es zwischen klassischen stationären Spielautomaten und ihren Online-Pendants in Form von Video-Slots viele Parallelen.

Online-Slots haben sich im Laufe der Jahre zwar stetig weiterentwickelt, so dass sie teilweise grafisch deutlich aufwändiger gestaltet sind und auch mitunter auf neue Mechaniken setzen, doch auch im stationären Bereich hat sich viel getan. So werden Spielautomaten schon lange nicht mehr rein mechanisch mit Walzen betrieben, sondern sind größtenteils ebenfalls mit Displays ausgestattet und werden als eine Art stationäre, elektronische Online-Slots betrieben. Entsprechend sind viele Vertreter ihrer Art sowohl in Online-Spielotheken als auch in stationären Spielhallen in Form von Spielautomaten zu finden.

Grundlagen zu Spielautomaten

Online- und Offline-Spielautomaten unterscheiden sich in bestimmten Bereichen stark voneinander. Sie haben aber dennoch alle das grundlegende Spielprinzip gemeinsam:

  1. Du setzt einen bestimmten Betrag
  2. Du drehst die Walzen oder startest die Spielrunde
  3. Per Zufallsgenerator (RNG) werden Ergebnis und Gewinn ermittelt
  4. Das Spielfeld zeigt das Ergebnis in Form der Symbolanordnung an
  5. Per Zufallsgenerator (RNG) werden Ergebnis und Gewinn ermittelt

Bei Spielautomaten mit kaskadierenden Walzen sind innerhalb einer Runde auch mehrere Gewinne möglich. Solche besonderen Spielmechaniken erfreuen sich besonders im Bereich der Online-Slots großer Beliebtheit. Eine Übersicht über aktuelle Slot-Spiele, Kategorien, Fachbegriffe und mehr kannst du in unserem Spielautomatenführer finden.

Wie unterscheiden sich Slots von FOBTs?

Wenn man von Slots spricht, meint man klassische Spielautomaten, wie zuvor beschrieben. Nicht zu den Slots gehören Tischspiele wie Blackjack, Baccarat oder Roulette. Zwar gibt es Slots mit besonderen Spielmechaniken, die sich nicht an den klassischen drehenden Walzen orientieren; beim Großteil der Slots geht es aber um genau das – Walzen, Gewinnlinien und Symbole, die angeordnet werden. FOBTs hingegen können neben Spielautomaten-Spielen mit Walzen insbesondere auch Spiele wie Bingo, Blackjack, Roulette oder virtuelle Pferderennen bieten; alles an einem Terminal. In Großbritannien werden solche Spiel-Terminals in Wettbüros angeboten. Nicht in Spielhallen, wie man sie aus Deutschland kennt.

Im Vergleich zu FOBTs ist das Einsatzspektrum bei Slots deutlich breiter, die Gewinnchancen (aber auch die Verlustrisiken) sind höher und der Funktionsumfang ist deutlich größer. Slots mit hoher Auszahlung wirst du im Bereich der FOBTs nicht finden. Auch Sonderfunktionen wie Bonusrunden, Freispielrunden oder besondere Spielmechaniken, um den Ablauf zu beeinflussen, gibt es bei FOBTs in der Regel nicht. Ebenso sind auch Jackpot-Slots unter FOBTs nicht vertreten.

Was sind FOBTs?

FOBT steht für Fixed Odds Betting Terminals. Dabei handelt es sich um Spielautomaten mit festen Auszahlungsquoten, die seit einiger Zeit in Großbritannien sehr beliebt sind und bei vielen Spielern und Spielerinnen als Zukunft der stationären Spielautomaten angesehen werden. Warum das so ist, was sie ausmacht und wie sie sich entwickelt haben, erfährst du in den folgenden Abschnitten.

Grundlagen zu Fixed Odds Betting Terminals (FOBTs)

Neben klassischen Slots gibt es viele weitere Varianten des traditionellen Glücksspielautomaten. Hierzu gehören neben VLTs auch die Fixed Odds Betting Terminals. VLT steht für Video Lottery Terminal. Auch diese Terminals sind Glücksspielautomaten, die im Gegensatz zu den klassischen Slots eine andere Art von Glücksspielen wie Bingo oder Lotto und Rubbellose in digitaler Form bereitstellen.

Eine der wesentlichen Charakteristiken von FOBTs ist es im Gegensatz dazu, dass – wie der Name schon sagt – an diesen Automaten Einsätze zu festen Quoten gemacht werden können. Die Ergebnisse sind also genau festgelegt. Dadurch ergibt sich für Spieler ein sehr faires und kalkulierbares Spiel, bei dem die Risiken und Gewinnchancen gut abgeschätzt werden können.

Die Ursprünge von FOBTs

Während Spielautomaten sowohl in englischen Pubs, Bars und Cafés als auch in Spielhallen oder an Raststätten in Deutschland seit Jahrzehnten zum festen Inventar gehören, tauchten FOBTs im Vereinigten Königreich erst im Jahr 1999 auf. Im Gegensatz zu klassischen Spielautomaten konnten Spieler an diesen Automaten traditionelle Casinospiele wie Roulette, Blackjack oder auch Video-Slots über ein elektronisches Terminal spielen.

Als die Glücksspielsteuer in Großbritannien im Jahr 2001 angepasst wurde, stiegen die potenziellen Gewinne für Spieler und Spielerinnen an FOBTs deutlich an. In der Folge wurden Fixed Odds Betting Terminals immer beliebter. Die Spieleauswahl wurde immer größer und die Betreiber freuten sich über kalkulierbare Erträge und eine gewisse Regelmäßigkeit in den Einnahmen. Ab diesem Zeitpunkt schossen die FOBTs nur so wie Pilze aus dem Boden. Bis April 2005 wurden im Vereinigten Königreich rund 20.000 solcher Terminals installiert. Schon 2007 waren es dann weit über 30.000. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 gab es in Deutschland 7.500 Spielautomaten, die an 70 Spielbank-Standorten betrieben wurden. An diesen sind Einsätze in Höhe von bis zu 500€ möglich, während der Maximaleinsatz je Spiel an einem FOBT erst 2018 durch die britische Glücksspielbehörde auf 2 Pfund herabgesetzt wurde.

Warum sind FOBTs umstritten?

Fixed Odds Betting Terminals gelten heute unter Experten, Suchtpräventionsstellen und auch Spielern und Spielerinnen als umstritten, denn sie werden nicht von jedem akzeptiert. Durch die immer gleichen Gewinnchancen und das hohe Gewinnpotenzial sind sie nach Meinung einiger Stellen stark suchtgefährdend. Durch die Beliebtheit bescheren sie den Anbietern und dem Staat gleichermaßen hohe Einnahmen in Form von Einsätzen und Steuern.

Eine der Hauptkritiken im Zusammenhang mit FOBTs resultiert aus der Geschwindigkeit, mit der Einsätze hinterlegt und Spiele durchgeführt werden können. Wenn man an einen solchen Automaten beispielsweise ein Roulettespiel durchläuft, ist dies innerhalb von etwa 15 bis 20 Sekunden abgeschlossen und es kann in die nächste Runde gehen. In Verbindung mit hohen Einsätzen – die mittlerweile auf ein Minimum reduziert wurden – ergibt sich daraus ein hohes Verlustpotenzial.

Da Menschen beim Thema Glücksspiel nicht immer vernünftig handeln, besteht also ein hohes Regulierungspotenzial, das mit dem Angebot an FOBTs einhergeht. Dies macht sie zu umstrittenen Vertretern in der Welt der Spielautomaten.

Wie unterscheiden sich FOBTs von klassischen Spielautomaten?

Das Spieleangebot an Spielautomaten und FOBTs hat gewisse Schnittmengen. Auch an FOBTs findet man viele spielautomatenähnliche Spiele, die ihren Gegenstücken aus den Online-Spielotheken und Online-Casinos sehr ähnlich sind. In der Regel liegen sowohl an einem FOBT als auch einem online Spielautomaten Gewinnwahrscheinlichkeit und damit die Auszahlungsquote über 90%. Anders sieht es jedoch bei den meisten klassischen Spielautomaten in Spielotheken aus.

Bei FOBTs sind die Gewinnchancen (RTPs) im Vergleich zu klassischen stationären Spielautomaten mit etwa 90 bis 94% deutlich höher. Im Vergleich zu Online-Spielautomaten aber deutlich niedriger, denn hier liegen die Auszahlungsquoten in der Regel zwischen 95 und 98%. Damit sind Online-Slots sogar der hohen Auszahlungsquote von Roulette (rund 97%) teilweise überlegen.

Auch hinsichtlich des Mindesteinsatzes unterscheiden sich FOBTs von klassischen Spielautomaten. Während sie bei Letzteren je nach Spielautomat auch nur wenige Cent einsetzen können, liegt der Mindesteinsatz bei den meisten FOBTs bei 1 £. Zudem ist der Höchstgewinn geringer als bei klassischen Automaten, denn Jackpots oder gar progressive Jackpots gibt es nicht. Darüber hinaus ist auch die Spieleauswahl und die Vielfalt im Vergleich zu Automatenspielen deutlich eingeschränkter.

Die Zukunft von FOBTs

Wie bei allen Formen des Glücksspiels gibt es auch bei FOBTs Gewinner und Verlierer, das liegt in der Natur der Sache. Kritiker haben es erreicht, dass das Einsatzlimit bei FOBTs deutlich reduziert wurde, ähnlich wie es auch bei Online-Slots in Deutschland der Fall ist. Entsprechend ist es durchaus denkbar, dass FOBTs mit einem gedeckelten Einsatzlimit auch in Deutschland an den Markt kommen. Ähnliche Konzepte sind beispielsweise auch bei der M-Box von Merkur erkennbar.

Ob die Angaben zu Gewinn- und Verlustchancen an solchen Automaten in irgendeiner Weise irreführend sind und zu einem höheren Risiko führen als es bei klassischen Automatenspielen der Fall ist, darf zumindest bezweifelt werden. Verlockende Steuereinnahmen und ein stationäres Gegenstück zu den erfolgreichen Online-Tischspielen, die in deutschen Online-Spielotheken derzeit nicht angeboten werden dürfen, sind durchaus gute Gründe die für die Einführung von FOBTs in Deutschland sprechen.

Fazit zu FOBTs

Fixed Odds Betting Terminals Fazit und weitere Informationen

Durch FOBTs rücken digitales Spielerlebnis und klassisches Spielautomaten-Feeling näher zusammen. Als hybride elektronische Glücksspielmaschine haben sich die Automaten in Großbritannien nicht umsonst so schnell verbreitet und erfreuen sich großer Beliebtheit. Ob auch deutsche Entwickler von Spielautomaten etwas mehr vom britischen Vorbild übernehmen werden, bleibt jedoch abzuwarten, denn mit innovativen Konzepten wie der M-Box von Merkur und den dazugehörigen Apps und Online-Angeboten zeichnet sich derzeit eine etwas andere Entwicklung ab.

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Carsten
April 11, 2022